
20%
Reduzierung der Durchlaufzeit
10,1%
Steigerung der Wertschöpfungsquote
9.057.224€
Generierte Gesamteinsparungen
Betriebsmitarbeiter zu Schlüsselakteuren des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses befähigen
Der Bosch-Geschäftsbereich „Car Multimedia“ in Braga belegte mit dem „iCIP“-Programm den dritten Platz beim Global KAIZEN™ Award – eine einfache, strukturierte Methodologie, die 1.300 Betriebsmitarbeiter von reinen Teilnehmern zu echten Treibern des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses entwickelte.
In einem Umfeld, in dem viele Programme zur kontinuierlichen Verbesserung hauptsächlich von Ingenieuren und Managern geleitet werden, beschloss dieser Geschäftsbereich, die traditionelle Logik umzukehren und den Fokus auf Vertrauen, Engagement und Problemlösungskompetenz direkt in der Frabrik zu legen.
KVP-Antrieb durch Mitarbeiterengagement und Kompetenzentwicklung
Das Projekt „iCIP“ (individual Continuous Improvement Process / individueller kontinuierlicher Verbesserungsprozess) wurde als vereinfachte und systematische Methode entwickelt, um das aktive Engagement der Mitarbeiter in der Fabrik zu fördern.
Die Methodologie basiert auf einem strukturierten 3C-Modell:
- Case (Fall): Identifikation und Priorisierung eines betrieblichen Problems
- Cause (Ursache): Strukturierte Ursachenanalyse
- Countermeasures (Gegenmaβnahmen): Definition, Umsetzung und Validierung von Korrekturmaßnahmen
Das herausragende Prinzip des Programms ist einfach, aber wirkungsvoll: Die Teams sind direkt für die von ihnen identifizierten Verbesserungen verantwortlich.
Zur Unterstützung dieses Modells wurde die ILUO-Qualifikationsmatrix eingeführt – ein System zur Kompetenzentwicklung, das die Mitarbeiter in vier Stufen einteilt:
- I – Participant (Teilnehmer): identifiziert
- L – Contributor (Mitwirkender): lernt
- U – Decider (Entscheider): versteht und entscheidet
- O – Leader (Führungskraft): zertifiziert, um andere zu schulen
Das strategische Ziel besteht darin, so viele Mitarbeiter wie möglich auf die Stufe O zu entwickeln, damit diese iCIP-Projekte autonom leiten können.
Vom Betriebsmitarbeiter zum KVP-Treiber. Sind Sie bereit, den nächsten Schritt zu gehen?
Implementierte Maßnahmen zur Skalierung der Qualifizierung in der Fabrik
Die kulturelle Transformation baute auf drei grundlegenden Säulen auf:
- Methodische Einfachheit: Das 3C-Modell ist für jeden Betriebsmitarbeiter zugänglich und dennoch streng genug, um Qualität bei der Problemlösung zu gewährleisten.
- Strukturierter Kompetenzaufbau: ILUO bietet einen klaren Entwicklungsweg – vom Teilnehmer bis zur Führungskraft.
- Bottom-up-Verantwortung: Die Mitarbeiter führen nicht mehr nur Befehle aus, sondern werden zu Verantwortlichern des Verbesserungsprozesses.
Dieses Modell ermöglichte die Entwicklung einer Kultur der nachhaltigen, kontinuierlichen Verbesserung, in der Teams Probleme identifizieren, Ursachen analysieren und Lösungen mit zunehmender Autonomie umsetzen.
Ergebnisse, die eine Kultur der Operational Excellence schaffen
Das iCIP-Programm hatte sowohl auf kultureller als auch auf betrieblicher Ebene erhebliche Auswirkungen:
Engagement und Entwicklung
- Mehr als 1.300 aktiv engagierte Fabrik-Mitarbeiter
- Über 100 Betriebsmitarbeiter, die Projekte autonom leiten können
Betriebliche Leistung
- 20% Reduzierung der Durchlaufzeit (2023–2024)
- 6% Verringerung des Umlaufbestands (WIP)
- 10,1% Steigerung der Wertschöpfungsquote
Wirtschaftliche Auswirkungen
- 9.057.224€ Gesamteinsparungen im Zusammenhang mit Aktivitäten zur kontinuierlichen Verbesserung, die in erster Linie durch das iCIP-Programm erzielt wurden.
Die Anerkennung beim Global KAIZEN™ Award spiegelt die Fähigkeit von Bosch wider, eines der fundamentalen Prinzipien von KAIZEN™ praktisch umzusetzen: die Befähigung der Menschen, die der eigentlichen Arbeit am nächsten sind.
Anstatt sich bei der Umsetzung von Verbesserungen ausschließlich auf das Engineering oder das Management zu verlassen, hat das Unternehmen ein System entwickelt, in dem die Betriebsmitarbeiter selbst Probleme identifizieren, Ursachen analysieren und Lösungen mit messbaren Auswirkungen umsetzen.
Die Ergebnisse zeigen, dass Investitionen in die Entwicklung der Mitarbeiter und die Förderung direkter Eigenverantwortung dazu beitragen, Operational Excellence nachhaltig zu verankern und echte wirtschaftliche Erfolge zu erzielen.
Mehr zu Diskrete Fertigung
Erfahren Sie mehr über den Wandel in diesem Sektor
Mehr zu KAIZEN™-Kultur
Erfahren Sie mehr über die Verbesserung dieses Geschäftsbereichs