Evolution und Exzellenz in einer pharmazeutischen Unternehmensgruppe

Fallstudie

Evolution und Exzellenz in einer pharmazeutischen Unternehmensgruppe

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Das Unternehmen

In einem familiengeführten Unternehmen mit über hundertjähriger Geschichte bestand stets der Anspruch, sich als Referenz im Pharmazeutiksektor zu positionieren. Mit der Mission, eine personalisierte und exzellente Gesundheitsversorgung zu bieten, legt dieses Netzwerk großen Wert auf die Beziehung zu Kundschaft und Mitarbeitenden – ein zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Durch kontinuierliche Investitionen in effiziente Prozesse sichert das Unternehmen Schnelligkeit, Präzision und Qualität der erbrachten Dienstleistungen und reagiert damit wirksam auf die Bedürfnisse der Gemeinschaft.

Darüber hinaus zählen – bei gleichbleibend hoher Qualität und persönlicher Note – das kontinuierliche Wachstum, Innovationsfähigkeit sowie der Beitrag zum allgemeinen Wohlbefinden der Gemeinschaft zu den tragenden Säulen der Unternehmensphilosophie.

Die Herausforderung

Infolge der jüngsten Pandemie kam es innerhalb der verschiedenen Apotheken des Unternehmensverbunds zu einer Fragmentierung der Abläufe. Diese begannen unabhängig voneinander zu operieren, wodurch die Einheitlichkeit in der Prozessausführung verloren ging. Mit der Erholung nach der Pandemie und angesichts eines erwarteten Wachstumsszenarios ergab sich die Notwendigkeit, zentrale Prozesse neu zu bewerten und zu standardisieren. Daraus leiteten sich folgende prioritäre Anforderungen für das reibungslose Funktionieren des Unternehmens ab:

  • Standardisierung der Abläufe für Warenannahme, Reverse Picking und Nachschub in allen Apotheken des Verbunds
  • Entwicklung eines effizienten Modells zur Bestandssteuerung zur Reduzierung des Lagerbestands
  • Weiterentwicklung des bestehenden Beiratsmodells durch Einführung von Standards für Up-Selling und Cross-Selling
  • Implementierung eines gruppenweit einheitlichen Daily-Kaizen-Meeting-Modells
  • Förderung einer kontinuierlichen Verbesserungskultur durch Befähigung der Teams zur Optimierung ihrer täglichen Abläufe

Der Ansatz

Das Projekt gliederte sich in drei klar definierte Phasen:

  • Strategische Gestaltung: Identifikation der kritischen Prozesse durch das Management zur Entwicklung der strategischen Ausrichtung
  • Analyse und Planung: Mapping von Value Stream Analysen (VSAs) in Schlüsselbereichen, einschließlich Analyse des Verkaufsprozesses, der Lieferkette, der Kundenzufriedenheit, der Kommunikation und Markenentwicklung, der Kaizen-Kultur sowie der Rekrutierungs- und Schulungsprozesse
  • Umsetzung und Nachverfolgung: Durchführung eines strukturierten Zeitplans mit Fokus auf Workshops zu Loyalitätsprogrammen, Visual Merchandising, Optimierung der Prozesse für Annahme, Nachschub und Bestandsmanagement sowie weiteren kritischen Themen zur Prozessverbesserung


Abschließend wurde ein monatliches Hoshin Review-Meeting eingerichtet, um die Kontinuität und Ausrichtung der umgesetzten Strategien sicherzustellen.

Ergebnisse

Die Ergebnisse waren beachtlich und zeigten eine deutliche Transformation zentraler Kennzahlen:

  • Reduktion von Fehlbeständen um 74% (von 12% auf 3,1%)
  • Erhöhung des durchschnittlichen Warenkorbs um 16% (von 18,65€ auf 20,65€)
  • Senkung der Bestandsreichweite um 8%
  • Steigerung der Kundenzufriedenheit um 9% auf 90%

Diese Fallstudie veranschaulicht die transformative Wirkung eines strukturierten Vorgehens, das auf den Prinzipien der kontinuierlichen Verbesserung basiert – selbst in Organisationen mit tief verwurzelter Tradition. Dieses Apothekennetzwerk hat nicht nur die durch ein herausforderndes Umfeld entstandenen Schwierigkeiten überwunden, sondern ist gestärkt daraus hervorgegangen, um auch künftige Herausforderungen wirksam zu bewältigen.

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