
Fallstudie
Neues Layout für Industrieanlagen
Ziele: Reduzierung von Investitionsprojekten und Durchlaufzeiten durch Optimierung des Anlagenlayouts mithilfe von 3P-Tools
-20%
Gesamtwegstrecke
-12%
Investitionskosten
-10%
Lieferdurchlaufzeit
Diese Fallstudie veranschaulicht den Prozess der Optimierung eines industriellen Layouts, um die erheblichen Anfangsinvestitionen für eine neue Anlage zu reduzieren und die erwartete Amortisationszeit zu verkürzen.
Durch den Einsatz von Methoden wie 3P (Production-Preparation-Process) konnte das Anlagenlayout neu strukturiert werden. Dadurch ließen sich Verschwendung reduzieren und ein wettbewerbsfähigeres sowie nachhaltigeres Projekt für das Unternehmen sicherstellen.
Das Unternehmen und sein jahrzehntelanges Erbe
Seit den 1920er-Jahren ist dieses Unternehmen in Portugal präsent und seit über 100 Jahren Teil des portugiesischen Alltags. Mit mehr als 90 Marken, die alle Lebensphasen – von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter – abdecken, beschäftigt es über 2.500 Mitarbeitende an verschiedenen Standorten im Land und betreibt zwei Produktionsstätten.
Das Unternehmen gehört zu einem weltweit führenden Konzern der Lebensmittel- und Getränkeindustrie mit einer starken Marktstellung in Bereichen wie Säuglingsernährung, Frühstückscerealien, Kaffee und lösliche Getränke, Schokolade sowie Tiernahrung. Im Jahr 2022 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 677 Millionen Euro, wobei 53 % der Einkäufe bei nationalen Lieferanten getätigt wurden. Das Operational-Excellence-Modell schafft entlang der gesamten Produktionskette – von den Rohstoffen bis zur Endkundschaft – einen Mehrwert.
Im Rahmen seiner langfristigen Strategie engagiert sich das Unternehmen auch stark für ökologische Nachhaltigkeit und zeigt ein ausgeprägtes Engagement im Sinne von ESG.

Abbildung 1 – Unternehmensdetails
Die Herausforderung eines wettbewerbsfähigen neuen Anlagenlayouts
Die Entwicklung eines neuen industriellen Layouts stellte eine erhebliche Herausforderung dar – insbesondere aufgrund der hohen Investitionskosten und des langen Amortisationszeitraums. Die wichtigsten identifizierten Einschränkungen waren:
Hohe Investition und übermäßige Amortisationszeit
Das Projekt erforderte eine Anfangsinvestition von 9 Millionen Euro, die als übermäßig hoch bewertet wurde, verbunden mit einem im Vergleich zu den Erwartungen der Organisation zu langen Zeitraum für die Kapitalrückführung. Diese Kombination führte zu Bedenken hinsichtlich der Fortführung des Investitionsvorhabens.
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Gestaltung basierend auf traditionellen Prinzipien der Lieferkette
Das ursprüngliche Layout-Design orientierte sich an traditionellen Prinzipien der Lieferkette, was zu einem teuren und weniger effizienten Projekt führte.
Übermäßige Verschwendung in der Entwurfsphase
Bereits in der Entwurfsphase wurde ein hohes Maß an Verschwendung festgestellt, was die Kosten zusätzlich erhöhte und die Effizienz des Projekts von Beginn an negativ beeinflusste.
„… ein Projekt mit Potenzial, aber zu viel Konkurrenz, um validiert zu werden.“
Der Ansatz zur Optimierung des neuen Layout-Designs
Um die identifizierten Herausforderungen zu überwinden, wurde ein Ansatz gewählt, der von Beginn an auf Effizienzsteigerung und die Beseitigung von Verschwendung ausgerichtet war. Zu den zentralen Maßnahmen zählten:
Einsatz der 3P-Methode
Die Methode 3P (Production-Preparation-Process) bildete die Grundlage für die Neugestaltung des Anlagenlayouts. Sie ermöglichte einen strukturierten und kollaborativen Ansatz zur Entwicklung des neuen Layouts.
Erhöhte Layout-Kapazität
Die Layout-Kapazität wurde um 25% erhöht – einschließlich der Erweiterung des Fertigwarenlagers, wodurch die logistischen Anforderungen und Lagerbedarfe besser erfüllt werden konnten.
Reduzierung von Materialbewegungen im Layout
Das neue Design führte zu einer deutlichen Reduzierung von Materialbewegungen innerhalb des Layouts und unterstützte so durchgängig direktere und effizientere Abläufe in der gesamten Anlage.
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Ergebnisse der Layout-Neugestaltung
Die Neugestaltung des Anlagenlayouts führte zu einer deutlichen Verbesserung der wirtschaftlichen und operativen Realisierbarkeit des Investitionsprojekts:
- Capex um 12% gesenkt, auf 7,9 Millionen Euro
- Amortisationszeit von 7 auf 3,5 Jahre reduziert
- Lieferdurchlaufzeit um 10% verringert, beträgt nun nur noch 2 Tage
- Gesamtwegstrecke um 20% verkürzt, auf 1 km

Abbildung 2 – Reduzierung der Lieferdurchlaufzeit und der Gesamtwegstrecke
- Layout mit 25% mehr Kapazität, einschließlich der Erweiterung des Fertigwarenlagers

Abbildung 3 – Darstellung des neuen Layouts
Der Einsatz der 3P-Methode bei der Neugestaltung des Layouts ermöglichte die Überwindung der anfänglichen Herausforderungen im Zusammenhang mit den hohen Investitionskosten und der langen Amortisationszeit. Durch ein optimiertes Layout konnten die Gesamtkosten gesenkt und die Lagerkapazität erhöht werden.
Dieser strategische Ansatz sicherte nicht nur die Realisierbarkeit des Projekts, sondern gewährleistete auch eine zukunftsfähige, wettbewerbsfähige und nachhaltige Entwicklung der Anlage – im Einklang mit den Zielen des Unternehmens.
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